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Donnerstag, 17. Juni 2010

Könens alte Schule wird 100

(...) Aus der Festschrift zum Jubiläum ist zu entnehmen, dass in der Könener Schulchronik die Rede ist von "Pfarrschulen, die es bereits um 1700 gegeben hat".

Eine Schulpflicht war noch unbekannt, und Rektorin Ruth Haubert schreibt, dass nur Kinder, die älter als zehn Jahre waren, von Allerheiligen bis Ostern die Schule besuchen sollten. Unterricht wurde im "einstigen Hirtenhaus, dem Eckhaus zum Hohlberg" gehalten. (...)

http://www.volksfreund.de/totallokal/konz/aktuell/Heute-in-der-Konzer-Zeitung-Konz-K-246-nen-Grundschule-Jubil-228-um;art8100,2467689


Montag, 14. Juni 2010

Die Geschichte - Die Ausbeutung der Kinder

(...) Und er malte eine Zukunft aus, in der Kinder von früh bis spät in Fabriken eingesperrt, um Luft, Sonne, ja um alles gebracht würden, was für ein menschliches Gedeihen nötig sei. Das war das Vorspiel zur ersten parlamentarischen Debatte zum Thema Kinderarbeit in Deutschland. Denn Schuchard war nicht irgendwer, er war Abgeordneter im rheinischen Provinziallandtag, der im gleichen Jahr eine Petition an den preußischen König richtete, die auf ein Kinderschutzgesetz drängte. (...)

(...) Preußen kannte in Anfängen bereits seit 1717 so etwas wie eine Schulpflicht. Doch wurde deren Wert als Erziehungsinstanz sogar von amtlichen Stellen infrage gestellt, wie etwa vom Regierungspräsidenten in Potsdam, der schrieb: „Manche Laster, die ich nicht zu nennen brauche, dürften durch das Stillsitzen der Kinder in den Trivial-Schulen begünstigt, während sie durch die anhaltende Beschäftigung und Ermüdung derselben in einer Fabrik verhütet werden.“

Dies war keineswegs eine Außenseitermeinung: Arbeit, so hart sie auch sein mochte, erschien vielen Zeitgenossen als probates Erziehungsmittel. Sogenannte Fabrikschulen hatten seit 1815 Konjunktur, die Schulstunden sollten entweder in der Mittagspause oder nach der Arbeit stattfinden, wobei das Schulgeld den Kindern vom Lohn abgezogen wurde. Kinderarbeit galt gar als pädagogisch wertvoll, vermittele sie doch Tugenden wie Fleiß, Gehorsam, Pünktlichkeit. Wie der königliche Oberpräsident der preußischen Regierungsbezirke befand, habe der Schulbesuch demgegenüber zurückzustehen: „Er ist mit der Fabrikarbeit schwer zu vereinbaren. Er hat ergänzende Erziehungsaufgaben.“ (...)

(...) Ein wenig Bewegung in die Sache kam erst wieder, als der General Heinrich Wilhelm von Horn einen Landwehrgeschäftsbericht vorlegte. Das Militär verfüge in den Fabrikgegenden Preußens nicht mehr über genug Reserven, hieß es darin. Nächtliche Fabrikarbeit habe den Nachwuchs derart geschwächt, dass er zum Militärdienst nicht mehr taugte. Die Sorge, Preußen könnten die Soldaten ausgehen, beunruhigte den König außerordentlich. Es dürfe nicht sein, dass künftige Generationen noch schwächlicher und verkrüppelter wären als die jetzige, schrieb Friedrich Wilhelm III. an seine Minister.
Es sollte immer noch Jahre dauern. Und wer schließlich den Ausschlag gab, das Militär mit seinem Bedarf an gesunden Rekruten oder Humanisten wie Schuchard, die die Debatte in die Öffentlichkeit trugen, ist unklar. Immerhin, mit dem preußischen „Regulativ über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter in Fabriken“ vom 9. März 1839 wurde das erste Kinderschutzgesetz in Deutschland verabschiedet.
Kinder unter neun durften fortan nicht mehr in Fabriken beschäftigt werden, Jugendliche unter 17 nur, wenn sie einen dreijährigen Schulbesuch nachweisen konnten. Bis zum 17. Lebensjahr durfte nicht länger als zehn Stunden täglich gearbeitet werden. (...)

http://www.tagesspiegel.de/zeitung/die-ausbeutung-der-kinder/1852056.html

[Es lohnt sich den ganzen Artikel zu lesen!]

So ging’s früher in Bodenwerders Schulen zu

(...)  Aber wie sah es früher mit dem Schulwesen in Bodenwerder aus?

 1287, als Bodenwerder die Stadtrechte erhielt, konnten nur wenige Menschen lesen und schreiben. Schulen oder gar eine Schulpflicht gab es nicht. Die schulische Ausbildung fand hauptsächlich in Klöstern und Domschulen statt. Lesen und Schreiben lernten nur die Priester und Mönche, später auch der Adel. Es wurde in der damals üblichen lateinischen Sprache unterrichtet. Inhaltlich wurden religiöse Themen behandelt. (...)

http://www.dewezet.de/portal/lokales/aktuell-vor-ort/bodenwerder_So-ging%26%238217%3Bs-frueher-in-Bodenwerders-Schulen-zu-_arid,243870.html

Förderschule heißt Kasimir-Walchner-Schule

(...) Bei der Suche geholfen habe schließlich Peter Schramm, „ein profunder Kenner der Stadtgeschichte“. Er sei bei seinen geschichtlichen Forschungen zum Spitalfonds auf Kasimir Walchner gestoßen, jenen weitsichtigen Amtmann, den die badische Regierung anno 1804 in die bis dato Freie Reichstadt Pfullendorf entsandte. Einer seiner herausragenden Verdienste war die Einführung der Volksschule und der Schulpflicht für alle Kinder, denn viele Familien in der bitterarmen Stadt konnten sich einen Schulbesuch für ihre Kinder schlicht nicht leisten. (...)

(...) Sein Verdienst sei es nicht nur gewesen, das Bildungssystem in der Stadt zu reformieren und den Schulfonds ins Leben zu rufen, der allen Kindern den Schulbesuch ermöglichte, sondern er habe es vor allem geschafft, Vertrauen in der Bevölkerung, die nach 800 Jahren als Bürger einer Freien Reichsstadt unter die Herrschaft Badens kam, zu schaffen, berichtete Schramm, „es hätte auch anders laufen können und in anderen Städten lief es anders“. Es sei das Geschick dieses einzigartigen Mannes gewesen, dass die Pfullendorfer heute voller Stolz das „Badner Lied“ singen lasse. Pfullendorf habe mit Kasimir Walchner unglaubliches Glück gehabt. (...)

http://www.schwaebische.de/lokales/pfullendorf/pfullendorf_artikel,-Foerderschule-heisst-Kasimir-Walchner-Schule-_arid,4099361.html

Samstag, 15. Mai 2010

Schulgeschichte soll lebendig werden

(...) In kleinen Episoden werden Schüler der dritten Klasse, aber auch Erwachsene, an besondere Zeiten der Schulgeschichte erinnern. Das beginnt aber nicht erst bei der Einweihung des Schulgebäudes vor 100 Jahren. Bis ins Jahr 1784 geht es zurück, als in Lindenberg die Schulpflicht eingeführt wurde. (...)

http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/weiler/Weiler-schulgeschichte;art2792,776961


Der mühsame Weg der Türkei nach Europa

(...) Die im Oktober 1923 gegründete Republik Türkei schaffte die Herrschaft der Sultane ebenso ab wie im März 1924 die Amts- und Machstellung der osmanischen Kalifen als islamische und staatliche Autoritäten und religiöse Oberhäupter aller Muslime. Die islamischen Gerichte wurden aufgelöst und die Scharia durch ein Rechtssystem nach Schweizer, deutschem und italienischen Vorbild ersetzt. Die neue allgemeine Schulpflicht auch für Mädchen stand unter Aufsicht eines säkular-republikanischen Erziehungsministeriums. Gefördert wurde die höhere Schul- und Universitätsausbildung für Frauen. Der rechtlichen Gleichstellung von Mann und Frau folgte ab 1930 die Einführung des aktiven und passiven Wahlrechts für Frauen. (...)

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5566117,00.html

Wie in alten Zeiten aus Kindern Leut wurden

(...) Sein - Heinrich Preschers (1749- 1827) -   besonderes Interesse galt den Kindern der Gschwender, damals meist arme Vieh- oder Forstbauern. Die wirtschaftliche Not der Menschen führte dazu, dass Kinder sowohl als "Produktionsmittel" als auch als "Kostenfaktor" betrachtet wurden. So wurden sie häufig kaum beachtet, was zu Entwicklungsverzögerungen führte. Die Schulreife erreichten damals die wenigsten Kinder vor dem siebten Lebensjahr. Schulpflicht bestand bis nach der Konfirmation, die als Beginn des Erwachsenenalters gesehen wurde.

Da Kinder in der Schule keinen Nutzen für die Eltern brachten, drängten viele der armen Bauern auf eine frühe Konfirmation. Der Unterricht wurde ohnehin nur in den Wintermonaten gehalten, weshalb viele Kinder bis zu ihrem zwölften Lebensjahr nur wenige Monate "Beschulung erhalten" hatten.

Aus alten Protokollen ist einiges über die Einhaltung der Schulpflicht und die Ausflüchte der Eltern zu erfahren. Prescher hielt auch seine Änderungsvorschläge schriftlich fest: So regte er an, säumige Eltern zu bestrafen. Auf der anderen Seite legte er Wert darauf, Kindern liebevoll die Schule nahe zu bringen. Darüber hinaus dachte Prescher sehr fortschrittlich über das Wesen von Lehrern und deren Verhältnis zu den Schülern und zum Unterricht. (...)

http://www.swp.de/gaildorf/lokales/ostalbkreis/art5545,468064



Donnerstag, 22. April 2010

Eine Weltneuheit in der Herzog-Ernst-Gesamtschule Gotha

(...) Herzog Ernst ist sein Zusatzname, weil der Lehrertisch für die Kooperative Gesamtschule Herzog Ernst Gotha erfunden wurde. Das 21. und das 17. Jahrhundert treffen in dem Namen aufeinander. In Konstanz am Bodensee, wo die Entwickler des Funktionsmöbels, die Innenarchitekten Termeh Fard und Andreas Hegenbart, zu Hause sind, mokierte man sich schon einmal über den Namen. In Gotha hingegen versteht man diese Kombination und findet sie auch passend, denn Herzog Ernst der Fromme hat als erster deutscher Fürst die Schulpflicht für seine Untertanen eingeführt. Auch eine Innovation. Nur eben vor Jahrhunderten. (...)

http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Eine-Weltneuheit-in-der-Herzog-Ernst-Gesamtschule-Gotha-1775375778

Montag, 19. April 2010

Ausstellung zeigt Schule von „anno dazumal“

(...) Bürgermeister Holger Jerg verwies auf „200 Jahre Schulpflicht in Hohenzollern“. Angefangen hatte alles im Jahr 1809, denn damals wurde eine alle verpflichtende Winterschule eingeführt. (...)

(...) Die Anfänge der Schule waren abenteuerlich: Auf dem Land gab es Wanderlehrer, die von Martini bis Georgi den Kinder lesen, schreiben, rechnen beibrachten. Der Lehrer durfte bei wechselnden Familien mitessen und dort auch unterrichteten, ein Schulhaus gab es noch nicht: „Im Sommer hütete er Kühe, im Winter die Kinder und weil das Geld nicht reichte, war er oft noch Nachtwächter.“ Jeder konnte sich damals um eine Lehrerstelle bewerben, eine spezielle Ausbildung gab es nicht. (...) 

(...) Erst 1850 als das Oberamt Gammertingen preußisch wurde, erhielten die Lehrer als Staatsdiener ein Einkommen. Aber der Ertrag war eher bescheiden (...)

(...) Gesetzlich wurde geregelt, was der Lehrer alles zu tun hatte: er musste unter anderem dafür sorgen, „dass sich die Schüler nicht auf dem Tanzboden herumtrieben“. Jeschke strich aber auch heraus, dass ein Mensch mit allgemeiner Schulbildung natürlich auch revolutionäres Potential barg, denn mit der Aufklärung und ihrer Forderung, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, konnten und sollten sie sich ja aus ihrer „selbstverschuldeten Unmündigkeit“ befreien. (...)

http://www.schwaebische.de/lokales/sigmaringen/alblauchert_artikel,-Ausstellung-zeigt-Schule-von-„anno-dazumal“-_arid,4085010.html

Samstag, 17. April 2010

St. Peter und Paul ist ein Kulturdenkmal von Bedeutung

(...) Anfang des 19. Jahrhunderts erhält auch Laiz aufgrund der „Allgemeinen Schulordnung für die Stadt und Landschulen“ ein reguläres öffentliches Schulwesen mit einer Schulpflicht. Die Gemeinde muss – gegen den Willen der Gemeindevertreter - ein Schulhaus bauen, das seit 1847 mehrmals erweitert werden muss.

Nach 1933 hält natürlich das nationalsozialistische Gedankengut Einzug in die Klassenzimmer. Bei einer Tagung des NS-Lehrerbundes 1934 in Sigmaringen wird in einer Vortragsreihe auf die Rassenideologie der Nazis eingestimmt. 1943 kommt eine 35-köpfige Schulklasse aus Duisburg nach Laiz- evakuiert vor befürchteten Bombenangriffen. (...)

http://www.schwaebische.de/lokales/sigmaringen/sigmaringen_artikel,-St-Peter-und-Paul-ist-ein-Kulturdenkmal-von-Bedeutung-_arid,4083212.html

Dienstag, 13. April 2010

Der anstrengende Kampf um das tägliche Brot

(...) Das Ansehen war dementsprechend niedrig und die sechsjährige Schulpflicht, die 1771 eingeführt wurde, sah man von Seiten der ländlichen Bevölkerung noch recht locker. Schickte man seine Kinder nicht oder nur teilweise in die Schule, ersparte man sich das Schulgeld und hatte zu Hause zusätzliche Arbeitskräfte. Der Schrobenhausener Lehrer Franz Eiböck notierte sich noch 1896 beim Sohn eines Bauern: "Das Haus betrachtet die Schule für eine Anstalt, die lediglich den Zweck hat, den Schüler der Arbeit zu entziehen", und Eiböcks Kollegen Karl Münchsmeyer wurde seitens eines Vaters lapidar erklärt: "Vom Lernen hat er nichts zu fressen." (...)

http://www.donaukurier.de/lokales/schrobenhausen/Berg-Der-anstrengende-Kampf-um-das-taegliche-Brot;art603,2266463

»Lehrpersonal mit Achtung begegnen«

(...) Die Kreisberufsschule wurde am 1. April 1935, zwei Jahre nach der Machtergreifung durch Adolf Hitler, gegründet. Am 29. April begann der Unterricht. Die Nationalsozialistische Partei Deutschlands (NSDAP) hat die Berufsschulen, wie auch andere gesellschaftliche Bereiche, »gleichgeschaltet«, um sie effizienter zu gestalten. Mit der Gründung der Kreis-Berufsschule wurden die Berufsschulen aus Halle, Steinhagen, Versmold und Werther zusammengefasst. Der Vorteil lag auf der Hand, denn nun musste der Schneiderlehrling nicht mehr mit dem Bäcker-, Maler- und Schlachterlehrling die Schulbank teilen, sondern es konnte fachspezifisch unterrichtet werden. (...)

(...) Mit der Gründung der Berufsschule wurde auch die Schulpflicht eingeführt für alle »reichsangehörigen, nicht mehr volksschulpflichtigen, männlichen Jugendlichen unter 18 Jahren«. Mädchen wurden erst drei Jahre später mit der Gründung der hauswirtschaftlichen Abteilung schulpflichtig. Laut Schulordnung mussten die Schüler »zum Unterrichte sauber und in ordentlicher Kleidung« erscheinen, sich »jeden Unfugs und Lärmens enthalten« und »dem Leiter und den Lehrpersonen stets mit Achtung und Ehrerbietung begegnen«. Zuwiderhandlungen wurden mit bis zu sechs Stunden Schulhaft bestraft. (...)

http://www.westfalen-blatt.de/nachrichten/regional/halle.php?id=37352&artikel=1


Sonntag, 11. April 2010

Die Konfirmation bleibt ein Fest der Traditionen

(...) Gefeiert wurde die Konfirmation erstmals 1539. Damals bedeutete sie für die Schüler nach sechsjähriger Schulpflicht vor allem auch den festlichen Übergang von Schulzeit in die Lehre. Die Kindheit war vorbei, die Jungen bekamen ihre erste Armbanduhr und einen Hut, die Mädchen weiblich anmutende Kleider. Seit dem 18. Jahrhundert ist die Konfirmation in ganz Deutschland verbreitet. (...) 

http://www.dk-online.de/Nachrichten/Lokal/Delmenhorst/593904-25/story.csp

Samstag, 10. April 2010

Damit hätten Sie rechnen müssen!

(...) Obwohl 1716 die allgemeine Schulpflicht in Preußen eingeführt wurde, ging es mit der Volksbildung noch nicht so recht voran. Der Lerneifer des 15-jährigen Johann Heinrich Hakmann (1794–1874) aus Osterbeck war nach dem Besuch der „Westercappelner Ortsschule“ offenbar noch nicht gestillt. Im Winter marschierte er zweimal wöchentlich nach Ibbenbüren, um sein Wissen in der Rechenkunst zu erweitern und zu vertiefen. (...)

http://www.neue-oz.de/information/noz_print/tecklenburger_land/25122917.html

Mittwoch, 7. April 2010

Die geistig-spirituelle Freiheit

Durch "7 Stationen Weltgeschichte" in Badenweiler führt der Politik- und Sozialwissenschaftler Roland Hahn jeden Montag.

(...) und unter Karl-Friedrich von Baden (1728-1811) ausgegraben worden. Der große Reformer hat 65 Jahre lang regiert – ab 1746 als Markgraf und ab 1806 als Großherzog. Er hat die Leibeigenschaft verboten, die Schulpflicht eingeführt und 1780 die erste Gutedelrebe aus Vevey/Schweiz ins Markgräflerland gebracht und deren Anbau befohlen. (...)

http://www.badische-zeitung.de/badenweiler/die-geistig-spirituelle-freiheit--29307500.html


Dienstag, 6. April 2010

Das Potsdamer Stadtschloss

(...)Von dort aus wurden 1685 das Toleranzedikt von Potsdam verkündet, erstmals in Europa die allgemeine Schulpflicht eingeführt sowie erstmals in Deutschland die Folter und die Pressezensur abgeschafft. (...)

http://www.ad-hoc-news.de/das-potsdamer-stadtschloss--/de/Nachrichten/21178349


Samstag, 3. April 2010

Der ewige Untertan

(...)Kann man Menschen zu Untertanen formen?

Man kann, meint Winfried Böhm. Deswegen werden die Heßlings nicht aussterben. Auch, weil das westliche Erziehungssystem ist, wie es ist. Es habe aus seiner Geschichte heraus „die Tendenz zur Untertanenfabrik“, sagt der international geschätzte Pädagoge.
(...)
Die Schule sei zwar – jedenfalls in westlichen Demokratien – nicht mehr dazu da, um Soldaten heranzuziehen. Doch die Schulpflicht, die jedem Kind täglich fünf bis sechs Stunden lang einen Plan aufzwingt, sei noch immer dazu da, auf die herrschende Ordnung zu konditionieren. „Der Grundgedanke der abendländischen Erziehung ist: Erstens: Es gibt eine Ordnung. Zweitens: Der Lehrer oder Erzieher ist derjenige, der die Ordnung repräsentiert. Gemacht hat er sie aber nicht. Der Schüler muss, drittens, die Ordnung erkennen und anerkennen“, erklärt Böhm und resümiert: „Erziehung heißt also Unterordnung.“ Der Professor sieht ein „Paradox der Pädagogik“: Menschen auf Gehorsam und die herrschende Ordnung geradezu zu dressieren, sei kein großes Problem. „Aber wie soll ich jemanden zum freien kritischen Denken dressieren?“ (...)

http://www.mainpost.de/nachrichten/kulturwelt/kultur/Der-ewige-Untertan;art3809,5525410


Freitag, 2. April 2010

Lehrfach Türkisch

(...)Bei einer Podiumsdiskussion mit Merkel geht es um die Frage, warum türkische Schüler erst nach dem achten Schuljahr an diese Schule kommen dürfen. Die Antwort wäre: Weil die türkischen Militärs das so wollen. Aber das kann Außenminister Ahmed Davutoglu nicht gut sagen bei einer öffentlichen Veranstaltung. Also zögert er, und dann sagt er: „Eine Gesetzesänderung ist schwierig.“

Die achtjährige Schulpflicht in staatlichen türkischen Schulen geht auf den sogenannten postmodernen Putsch in der Türkei vor 13 Jahren zurück. Das Militär diktierte der damaligen Regierung des islamisch orientierten Ministerpräsidenten Necmettin Erbakan diese Vorschrift. Die Generäle wollten die aufstrebende anatolische Mittelschicht daran hindern, ihre Kinder auf die Mittelschulen der beliebten Religionsgymnasien zu schicken. Die frommen Mittelschulen mussten tatsächlich schließen, und die Regierung Erbakan musste zurücktreten. Zugleich wurde Millionen türkischen Kindern damit aber auch der Besuch anderer Mittelschulen wie etwa der Deutschen Schule vor dem neunten Schuljahr versagt – ein bildungspolitisches Erdbeben, dessen Erschütterungen noch immer spürbar sind. (...)

http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Angela-Merkel-Tuerkei;art123,3071220

Homeschooling – Heimunterricht – Teil 3: Schulzwang, die totalitäre Idee

(...) Im ersten Beitrag dieser Serie wurde drei Familien vorgestellt, die so gar nicht zu diesen Vorurteilen passen wollen. Im zweiten Artikel wurde gezeigt, dass diese aber typisch für daheim unterrichtende Familien sind, gerade auch, was ihre Erfolge angeht. Wie kommt es dann, dass die Politik solche Familien in Deutschland mit der ganzen Härte des Staates verfolgt, bis zur Vertreibung oder schlimmer, bis zum Entzug des Sorgerechts? Der folgende, letzte Beitrag gibt Einblick in die Geschichte und Motive des staatlichen Schulmonopols. (...)

http://ef-magazin.de/2010/03/27/1941-homeschooling--heimunterricht--teil-3-schulzwang-die-totalitaere-idee

Freitag, 26. März 2010

Schulfrei fürs Schweinehüten

(...) Ab 1839 gab es die Schulpflicht für Kinder. Ausnahmen wurden in der Erntezeit gewährt. Martin Glatz etwa hatte gebeten, seine beiden Kinder rollierend von der Schule zu befreien, damit sie die Schweine hüten können, las Riesle den staunenden Zuhörern vor. (...)


http://www.schwarzwaelder-bote.de/wm?catId=12522277&artId=14779177

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