Dienstag, 15. Juni 2010

Leben, wo andere Urlaub machen

(...) Den beherrscht in der deutschen Familie nur der große Sohn Celino. Es ist die Unterrichtssprache des Vierjährigen in der Vorschule. Mit drei beginnt die Schulpflicht, mit einem Jahr kommen die Kleinen in den Kindergarten. "Die Spanier haben ein Kinder-Gen. Kinder gehören überall dazu, werden sehr gefördert", sagt Nadine Schrader. (...) 

http://www.morgenpost.de/familie/article1321996/Leben-wo-andere-Urlaub-machen.html

10.000 Jugendliche scheitern an "alter Schule"

Die "alte Schule" ist laut Arbeiterkammer für viele ein "Ort des Scheiterns": Jedes Jahr fliegen laut einer Untersuchung des Instituts für Höhere Studien 10.000 Jugendliche aus dem Bildungssystem. Insgesamt haben 94.100 Österreicher zwischen 15 und 24 Jahren maximal einen Pflichtschulabschluss: Sie haben danach entweder keine weiterführende Schule oder Lehre begonnen oder sind daran gescheitert.


Laut WU-Studie sind drei Faktoren ausschlaggebend dafür, dass Jugendliche die Schule abbrechen, so AK-Wien-Bildungsexpertin Susanne Schöberl

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2369909/10-000-jugendliche-scheitern-alter-schule.story

Ausbildung: 10.000 scheitern jährlich

Wien. (flor) 94.100 junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren konnten im Jahr 2008 nach Ende der Schulpflicht entweder gar keine weiterführende Ausbildung beginnen oder sind ohne Abschluss aus dem Bildungssystem ausgeschieden. Damit ist jeder Zehnte zwischen 15 und 24 Jahren ein "früher Bildungsabbrecher". Das ist das Ergebnis einer am Dienstag von der Arbeiterkammer (AK) präsentierten Erhebung der Statistik Austria. (...)

(...) Susanne Schöberl im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". "Zum einen ist das österreichische Schulsystem darauf aufgebaut, dass Eltern den Kindern helfen. Je höher die Schulform ist, desto schwieriger wird es für Eltern, die notwendige Unterstützung zu bieten." Geld für private Nachhilfestunden sei im Budget der Eltern oftmals aber nicht enthalten. In "bildungsferneren" Kreisen herrsche zudem oft die Ansicht vor, "was ich selbst habe" – also etwa einen Lehrabschluss – "ist auch für meine Kinder gut genug". Ein nicht zu unterschätzender Aspekt sei weiters auch der finanzielle: "Skikurse, Sprachreisen und Unterrichtsmaterial gehen ins Geld. Gerade sozial schwächere Eltern sind damit überfordert", erklärt die Bildungsexpertin. (...)

(...) Um diese auch in Österreich zu senken, spricht sich die AK für Maßnahmen wie verstärkte Förderkurse und ein größeres Angebot an Ganztagsschulen aus. "Natürlich sind damit Kosten verbunden. Jedes Schuljahr bringt aber im Schnitt sieben Prozent mehr Einkommen mit sich – und in Folge auch acht Prozent mehr Steuern für den Staat", so Schöberl. Beträchtliche Kosten einsparen würde man zudem auch durch den Wegfall von Folgekosten wie Arbeitslosenleistungen. (...)

http://www.wienerzeitung.at/default.aspx?tabID=3935&alias=wzo&cob=499208

Montag, 14. Juni 2010

"Ich war in allem ein Außenseiter"

(...) Wie hat Sie Ihre Erziehung geprägt?

Wir Kinder konnten machen, was wir wollten, und wurden immer unterstützt. Aber wir mussten früh Verantwortung für unsere Entscheidungen übernehmen. Damit war ich oft überfordert. Als ich mich in der Schule nicht wohlfühlte, sagte mein Vater: »Geh halt nicht mehr hin.« Weglaufen ist einfach, schwieriger ist es, die Konsequenzen zu tragen.

In der Schule waren Sie dann ja auch nur sporadisch, oder?
Insgesamt vielleicht drei Jahre. Hauptsächlich wurden wir von unserer Mutter unterrichtet. Sie hatte eine Genehmigung dazu, und in der Schweiz gibt es ja keine Schulpflicht. In Deutschland gab es Ärger, die Nachbarn zeigten uns beim Jugendamt an. Das war auch wieder so ein Ding meiner Eltern: Ich kann zwar lesen, schreiben, rechnen, habe aber keinen Schulabschluss. Das schränkte meine beruflichen Möglichkeiten sehr ein. Astronaut hätte ich nicht werden können. (...)

Der Schweizer Schauspieler David Bennent, 43, wurde durch den Film »Die Blechtrommel« bekannt. Er lebt zurzeit in Berlin, wo er gerade am Renaissance Theater spielt.

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/32818/1/1


Kind muss nicht in die Schule

Dominique ist am seltenen Wolf-Hirschhorn-Syndrom erkrankt. Körperlich und geistig ist sie stark zurückgeblieben und ihr Immunsystem ist sehr anfällig. Nach langem Ringen wird ihre Schulpflicht nun ruhen gelassen.

Bergheim - Genau fünf Jahre dauerte das Ringen von Angelika Behrens mit dem Schulamt, nun ist der Streit um die Schulpflicht ihrer inzwischen 13-jährigen Tochter Dominique entschieden: Wenige Tage vor dem ersten Gerichtstermin hat die Behörde dem Antrag der Mutter auf Ruhenlassen der Schulpflicht stattgeben. Das Mädchen darf nun also zu Hause bleiben. (...)

http://www.ksta.de/html/artikel/1273823381119.shtml

50 Jahre Gastarbeiter im Kinzigtal, heute: Die Hausacher Italiener

(...) Bei ihm machte sich nach der freudigen Spannung auf das ferne Land bald Ernüchterung breit: Während seine kleinen Geschwister in den Kindergarten oder zur Schule durften, lehnte man ihn ab. Ein Zwölfjähriger, der kein Deutsch kann, stört nur. (...)

(...) Die Behörden hatten zwar versagt, was die Schulpflicht für Gastarbeiterkinder anbelangt – bei Verboten aber waren sie schnell zur Stelle. Als Erich Neumayer Pippo unter seine Fittiche nahm und ihn bei sich arbeiten ließ, verschwand er bei jedem warnenden Pfiff unter der Werkbank. Einmal hat ihn die Polizei doch in flagranti bei der »Kinderarbeit« erwischt und hinauskomplimentiert. Auch der Huber-Schmied in der Hauptstraße bekam bald behördliche Schwierigkeiten, als er Pippo bei sich arbeiten ließ. (...)

http://www.baden-online.de/news/artikel.phtml?page_id=69&db=news_lokales&table=artikel_kinzigtal&id=8020



Die Schule als Lebensinhalt fehlt

(...) Ein Autist bekommt keinen Unterricht, weil die Vergütung des Integrationshelfers umstritten ist. Seine Eltern klagen dagegen und wollen notfalls vor das Verfassungsgericht ziehen.  (...)

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2511542_0_9223_-die-schule-als-lebensinhalt-fehlt.html

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